Die Flexiblen-Wellen oder auch Biegsame-Wellen genannt stellen eine Sonderform des Bowdenzugs dar. Diese werden häufig bei Antrieben gerade im Marine-Segment eingesetzt und können zusätzlich Torsionskräfte aufnehmen.

Sie sind in einer Vielzahl von Branchen vertreten. Sie werden zum Beispiel eingesetzt bei:

>> Antrieben
>> Steuerung

Beschreibung:

Die Flexiblen-Wellen kommen dann zum Einsatz wenn das anzutreibende Element beweglich ist (z. B. handgeführte Geräte) und die Antriebsquelle nicht mitbewegt werden kann oder soll, beziehungsweise wenn (bei Schaltwellen oder Schraubendrehern) das zu bewegende Objekt nicht auf direktem Weg erreicht werden kann. Sie bestehen aus mehreren Lagen entgegengesetzt schraubenförmig umeinander gewundener Drähte (Wellenseele), die als Paket in einem Metall- und/oder Kunststoffschutzschlauch rotieren. Sie werden mit Fett geschmiert.

Sie dienen auch als kosteneffizienter Ersatz zu Kreuzgelenken oder Umlenkgetrieben. Sie können auf sehr begrenzten Bauräumen einen festen Winkelversatz ausgleichen. Beispiele hierfür sind Motorsensen oder einfache Deltaschleifer.

Technischer Aufbau:

Biegsame Wellen haben eine Vorzugsdrehrichtung, die von der Richtung der obersten Drahtlage abhängt. Die Wendelung im Sinn eines Linksgewindes ist optimal zum Übertragen einer Rechtsdrehung (aus Sicht hinter dem Antrieb im Uhrzeigersinn) etwa zum Bohren mit einem Spiralbohrer mit üblichem Rechtsdrall. Bei entgegengesetzter Drehrichtung können nur etwa 40–70 % der Leistung übertragen werden, da eine gegenläufige gewendelte Drahtlage auf Zug gehen muss, die weiter innen liegt und daher typisch weniger Drehmoment übertragen kann. Drahtlagen auf Zug entwickeln eine das Drahtpaket einschnürende Kraft. Drahtlagen, die auf Stauchung beansprucht werden, wollen radial nach außen ausweichen, diese machen das tolerierbar begrenzt, wenn gegenläufige Wendel das Drehmoment auf Zug aufnehmen.

Die Anschlussmaße sind in DIN 42995 genormt.

Flexible-Wellen